Wirtschaftsweise rütteln am Acht-Stunden-Tag

Wirtschaftsweise rütteln am Acht-Stunden-Tag

Man liest den Titel, vielleicht noch den Läufer und denkt, geil hört sich ja gut an, und dann steckt nur dahinter:

Unternehmen bräuchten etwa Sicherheit, "dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest".

Und:

Die Arbeitgeber fordern seit längerem, die tägliche Arbeitszeit nicht länger auf acht Stunden zu begrenzen, sondern stattdessen nur noch die bestehende maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden gelten zu lassen. Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun Stunden verkürzt werden.

Als ob die Leute nicht schon eh zu viel Arbeiten würden.

Also ich fand es nie sonderlich angenehm, irgendwo flexibel auf Abruf vorhanden sein zu müssen und auch noch Abends irgendwelche Mails lesen zu müssen. Insofern bezweifle ich, dass die "Flexibilisierung" irgendwie zu Gunsten der Lebensqualität der Arbeitnehmer ausfallen wird.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die Politik aufgefordert, das Arbeitszeitgesetz zu lockern.

Wikipedia, Abschnitt "Kritik":

Der Sachverständigenrat steht seit vielen Jahren immer wieder in der Kritik. Eine grundsätzliche Kritik lautet, dass er seine im Gesetz festgelegten Aufgaben überwiegend nicht oder kaum erfülle. Umgekehrt missachte er regelmäßig das Verbot, Empfehlungen auszusprechen.

Ich dachte auch ich fall vom Glauben ab als ich merkte das es eben nicht in "40 Stunden sind zu viel" Richtung geht...

Aber schau dir mal die Hackfresse von dem Typen an der das Vorschlägt. Der hat in seinem Leben noch keine Überstunde geleistet...

Macht halt schon Sinn. Jetzt wo ALLE einen Job haben, kann man ja nicht einfach neue Leute einstellen, es sind ja keine mehr da. Logischer Schritt, alle müssen mehr arbeiten, sonst wirds nix mit dem Aufschwung, meine Brudis und Brudellas! /s

//edit: /s hinzugefügt

Hackfresse

Ein starkes Argument!

Die Vorstellung, "dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet", sei "veraltet".

Die Firma darf mich gerne auch außerhalb dieser Zeiten bezahlen, wenn sie möchte dass ich dann arbeite. Ich bezweifele dass sie das tut. Alternativ bin ich halt ne halbe Stunde weniger im Büro.

Da kommt einfach die Wut über so einen Vorschlag hoch. Kannst du dir vorstellen was das für Auswirkungen hat? Und seit Jahren schon gibt es auf kosten der Bürger immer wieder für Konzerne Regelungen warum sie den jetzt wieder Mitarbeiter noch besser Ausbeuten dürfen...

Klingt so als wollte man durchsetzen, dass die Lohnsklaven grundsätzlich immer für die Arbeit bereitstehen müssen. Praktisch!

Feierabend heißt Feierabend. Da kann mich auf Arbeit jeder gern anrufen nur rangehen ist nicht 🤔

Ich würde im Gegenteil vermuten, dass er hat einfach außer Arbeit kein Sozialleben hat.

Die Vorstellung, "dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet", sei "veraltet".

In Zeiten von Burn-Out und 42-Stunden-Woche gerne noch ein Stücken Verantwortung mehr auf die Schultern der Arbeitnehmer packen... Ich fasse zusammen: Neoliberale Kackscheiße.

Antrag auf neue Nationalhymne:

"Jajajaja-jetz wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt..."