So mal ganz nüchtern betrachtet ist Arbeiten eigentlich ganz schön scheiße.

So mal ganz nüchtern betrachtet ist Arbeiten eigentlich ganz schön scheiße.

Also mal ehrlich.

So mal ganz nüchtern betrachtet ist Arbeiten eigentlich ganz schön scheiße.

Selsbst schuld, warum gehst du auch nüchtern zur Arbeit?

Wie Pispers schon sagte: "Die Leute wollen keine Arbeit, die Leute wollen Geld. Beschäftigen kann ich mich nämlich selber."

Die "Ich wüsste gar nicht, was ich ohne Arbeit den ganzen Tag machen würde"-Menschen tun mir unendlich leid.

Sagen wir es mal so: mittlerweile bin ich auch der Meinung, dass ich gut und gerne mal so 2-3 Jahre auf Arbeit verzichten wollen würde. Habe diesem Gedanken auch mal bei uns im Freundeskreis angebracht und dann kamen (natürlich) die ersten hysterischen "Aber, da wird dir doch langweilig!" Antworten.

Langweilig in der heutigen Zeit eher weniger. Ich habe jeden Monat 2-3 PC-Spiele, auf die ich mich freuen kann. Ich lese sehr gerne, ich Male sehr gerne, Kochen ist ebenfalls eines meiner Leidenschaften und meine Film-Sammlung ist derart groß, dass ich Monate brauchen werde, mal wieder alle durchzusehen.

Spaß auf der Arbeit? Ich mache sie, weil ich Geld brauche. Nicht, weil sie mir Spaß macht. Spaß kann ich außerhalb des Begriffes "Arbeit" mehr als genug haben. Warum ich dann diese Arbeit mache? Weil es das kleinste Übel von allen ist und man nicht arbeitslos sein will/darf/soll/muss. Hat sich ja so eingebürgert.

Zudem - ich habe einen Freund, der seit gefühlt einem 3/4 Jahr arbeitslos ist und natürlich kommt man auch auf dieses Thema zu sprechen, wenn man gesellig zusammen sitzt. Er meint, dass er schon gerne arbeiten würde, aber er momentan mehr Geld bekommen würde für's "Nichtstun" als wenn er jetzt 5 Tage die Woche irgendwo etwas macht, bis er dann Antworten auf seine Bewerbungen bekommt - weil die Leute vom Amt ihn natürlich so schnell wie möglich wieder irgendwo unter bringen wollen und es anscheinend recht egal ist wo - Hauptsache raus aus der Statistik.

Klar, eine Lüche macht sich nicht gut im Lebenslauf. Und auch ich habe eine Lücke, die ich aber nicht durch "War in Fortbildung" oder "Selbsrtstudium" fülle, sondern damals direkt gesagt habe: "Ja, da habe ich nicht gearbeitet. Geld war da." - "Und warum wollen Sie jetzt wieder arbeiten?" - "Weil das Geld alle ist."

Das ist auch so ziemlich meine einzige Motivation - Geld. Spaß habe ich nicht, meine Freizeit anderen Menschen zur Verfügugn zu stellen, durchaus nicht. Ich habe mittlerweile 3 Berufe hinter mir und wie oben beschrieben ist dies, was ich gegenwärtig tue, das kleinste von Allen Übeln.

Retail habe ich durch gemacht und gemerkt, dass ich da langsam aber sicher zum Menschenfeind wurde.

Gastronomie habe ich durch gemacht und diesen Menschenhass immer mehr verspürt.

Jetzt, im PC-Laden kann ich wenigstens Hinten rumhängen und an Rechnern schrauben und Systeme neu aufspielen; brauche also gar keinen bis sehr wenig Kundenkontakt zu haben und habe nebenbei meinen Laptop hier und ordere mir Pizza ins Geschäft.

Und ja: ich find' Arbeit scheiße. Definitiv.

Bei mir war es früher so, dass ich im Dunkeln tod-müde aufgestanden bin, obwohl ich jeden Tag um 22:00 Uhr zu Bett gehe. Manche Menschen sind eben KEINE Frühaufsteher. Ich bin Nachts produktiver. Aber find' mal eine Arbeit, die deinen Vorstellungen entspricht, die du Nachts machen kannst. Schichtarbeit kommt für micht nicht in Frage - unter keinen Umständen. Ich arbeite von 8-16 Uhr von Montag bis Donnerstag und Freitags bis 12 Uhr. Die Zeiten, in denen ich selbst sehr spät nach Hause komme, erledige ich oft Arbeit vom nachfolgenden Tag, so dass ich dann früher abhauen kann.

Du gehst also zur Arbeit, gibst durt "alles", wie man ja so schön sagt und kommt dann so - wie in meinem Falle - öfters mal so gegen 18:00 Uhr nach Hause. Dann noch Einkaufen? Oder Essen machen; Wohnung in Schuss halten und sich um die Partnerin kümmern; da bleibt nicht mehr sehr viel zeit übrig, wenn man ja am nächsten Morgen nicht wie Tot da stehen will. Und das dann 5 Tage die Woche und 2 Tage Ausspannen? Super Sache.

Ich erinnere mich an die Gastro-Zeit: Juni/Juli/August an einem Freitag-Nachmittag oder Samstag arbeiten ist ein Hurensohn, wenn deine Freunde alle am See sitzen und ihr Bierchen trinken und wenn du dann mal an einem Dienstag frei hast, schwitzen die armen Schweine alle auf der Arbeit und du sitzt alleine da.

Man sagt ja immer, Arbeitslosigkeit würde einsam machen. In welcher Welt, bitte? Als ich arbeitslos war, hatte ich die Zeit, in der andere Arbeiten waren, genug zu tun in Steam und Co. und als die dann endich verfügbar waren, ging man was Trinken - soziale Kontakte waren genug da. Geld auch, weil der vorherige Job damals gut bezahlt war und man ja 1 Jahr lang 60 % davon bekommt. Also damals auch wie bei dem Bekannten "Besser 1.200 Netto für's Gammeln bekommen, als irgendwo Regale einräumen für einen Bruchteil." Ja, gebe ich zu.

Und wenn ihr euch mal die Maßnahmen von der Arge anschaut - Katastrophe. Die Leute werden nict motiviert, sondern demoralisiert und mit lachhaften Angeboten abgespeißt. Ich persönlich durfte damals zwischen 2 Studienabbrechern, 2 Hauptschülern und 4 älteren Leuten da sitzen und musste lernen, wie man Bewerbungen schreibt. Was für ein Witz.

Mag ich also Arbeit? Nein. Brauche ich Arbeit? Ja, weil ich Geld brauche.

Und die Vorstellung, dass ich bis ~65 diese einem anderen meine begrenzte und nicht erstattungsfähige Lebenszeit gegen schnödes Geld in Dienst stelle ... also, mir kommt ein klein wenig Kotze hoch.

Das ganze Konzept der Arbeit kotzt mich persönlich an und leider brauchen wir sie, damit wir das tun können, was wir gerne tun: Internet, Zocken, Pizza fressen, Bier trinken. Fuck.

die Leute wollen brauchen Geld.

RDFD

Für mich ist es ein notwendiges, mal kleineres, mal größeres Übel, das mir ab und zu Freude bereitet, hin und wieder Erfolgserlebnisse vermittelt, aber insgesamt zu viel meiner Lebenszeit wegfrisst in Austausch für ein Gehalt. Ich will auch gar nicht, dass ich mich durch meine Arbeit profiliere oder sie wichtigster Bestandteil meines Lebens wird, darum wechsle ich wohl sobald das gehaltstechnisch möglich ist in die Teilzeit mit 85 bis 90%.

"Such dir etwas, was dir Spaß bereitet" - dazu müsste ich erst mal wissen, was mir 40 Stunden pro Woche über Jahrzehnte hinweg wirklich Freude bereiten kann. Ich glaube, da gibt es nicht allzu viel.

Für mich ist es ein notwendiges, mal kleineres, mal größeres Übel, das mir ab und zu Freude bereitet, hin und wieder Erfolgserlebnisse vermittelt, aber insgesamt zu viel meiner Lebenszeit wegfrisst . Ich will auch gar nicht, dass ich mich durch meine Arbeit profiliere oder sie wichtigster Bestandteil meines Lebens wird, darum wechsle ich wohl sobald das gehaltstechnisch möglich ist in die Teilzeit mit 85 bis 90%.

"Such dir etwas, was dir Spaß bereitet" - dazu müsste ich erst mal wissen, was mir 40 Stunden pro Woche über Jahrzehnte hinweg wirklich Freude bereiten kann. Ich glaube, da gibt es nicht allzu viel.

Ich käm auch mit der Hälfte an Geld gut über die Runden.

Aber danach kommt das "wollen"

Vielleicht ist das ja der Kern des Problems

Der Pispers ist 14 und tief.

Manche machen das aber auch wirklich gerne und das ist nicht immer schlimm. Ich kenne das Gefühl etwas, wenn man sich immer mehr Kompetenzen aufbaut, mehr Verantwortung zugeteilt bekommt und viel geschätzt wird. Das ist ein tolles Erfolgsgefühl, weil du dir es erarbeitet hast. Gerade wenn dir viel Verantwortung zugeteilt wird kann dann dazu führen, dass du auch mal in deiner Freizeit E-Mails liest. Das empfindet man aber dann nicht als Arbeit.

Eigentlich ist mir Work-Life Balance immer wichtig und ich achte darauf so gut wie keine Überstunden zu machen. Durch mehr und mehr Verantwortung in einem super interessanten Projekt hatte ich mich selbst ertappt, dass ich außerhalb der Arbeit arbeite. Nicht viel, aber eine Mail gelesen und beantwortet hier und da ist drin. Ich hab das kaum gemerkt und empfinde es rückblickend auch nicht als schlimm. Ich habe aber auch kein Problem die Arbeit mal völlig zu vergessen.

Das Problem ist auch, dass selbst spaßige Tätigkeiten durch Projektmanagement und Teamorganisation zielsicher mühselig und langweilig gemacht werden. Es war ein Fehler, Fließbandtechniken auf andere Tätigkeitenfelder auszuweiten.

Ich hab buchstäblich keine Ahnung, wie Menschen täglich acht Stunden lang irgendeinen (körperlich und psychisch erschöpfenden) Job machen können, dann sich nach Hause schleppen, versuchen irgendwas mit den paar Stunden Freizeit anzufangen (obwohl man auch einfach nur platt ist) und morgen geht das Ganze von vorne los. Ich kann es einfach nicht.

Ich hab in letzter Zeit viel an mir selbst zu arbeiten gehabt und dafür auch einige größere Lücken im Lebenslauf. Davon, die irgendwann dann "rechtfertigen" zu müssen (man muss ja produktiv sein!), grauts mir jetzt schon.

Ganz ehrlich: ich hab keine Lust auf einen Job, bei dem ich den Großteil der Zeit überlege, ob das Fenster hoch genug liegt um sich hinauszustürzen. Das ist es mir einfach nicht wert, das Geld ist mir dann für nichts wert.

Bachelor Arbeit sind allerdings auch ca. 2 Monate deines Lebens und dann ist das Ding durch. Ich denke, wenn du den gleichen Bums 8 Stunden pro Tag für 10+ Jahre machst, hinge dir das auch irgendwann zum Hals raus.

Ja, wenn ich höre, dass jemand sagt, Arbeiten sei Selbstverwirklichung, und vergleiche das mit meiner Arbeitssituation, dann kommt bei mir nur der Gedanke raus, dass mir die Zeit fehlt für die Dinge, die mir wichtig sind. Aber ohne Geld geht halt nichts, also Arbeiten für eine Firma, mit der man sich nicht identifiziert, für ein Produkt, dass mit dem eigenen Alltag null Schnittmenge hat, nur, damit man die Hälfte des Gehalts für Steuern und Miete abdrücken darf.

Arbeit ist Mittel zum Zweck, mehr nicht. Ein Kompromiss.

Hobby zum Beruf machen.

Wegen "Arbeit kann einem das schönste Hobby versauen" (so selbst erlebt) kann ich das nur begrenzt empfehlen :-).

Die sind ja bald tot.

Also ich finde es weder einen gelungen Witz, noch gesellschaftskritisch. Also weder Comedy noch Kabarett. Dieses Problem habe ich mit Pispers ganz allgemein: Er schmiert dem Hörer Honig ums Maul und verkauft das als Gesellschaftskritik.

Ein gutes Gegenbeispiel war da Serdar Sumuncu. Der kritisiert tatsächlich Sachen, wo ich mich auch selbst mal getroffen fühlte. Also nicht nur so "Die anderen da, die sind so dumm, dass sie nicht wie wir hier denken" sondern wirklich "Du, ja genau du, du hast bei diesem Scheiß auch mitgemacht! Ich auch. Wir alle. Und das ist falsch.".

Das kommt erst mal auf die Arbeit an. Es gibt ja durchaus sehr interessante und spaßige Betätigungsfelder.

Was kommt auf Arbeit besser: Crackpfeifchen oder Flachmann?

Mein Traum ist, in eine stinkreiche Familie wiedergeboren zu werden.

Selbst das wird um ehrlich zu sein auch langweilig nach 1-2 Wochen.

Ich kenn auch Leute U30, die so denken

Nein

Dieser weise Philosoph fasst es eigentlich recht gut zusammen.

Opioidie/Opiate. Aber achte auf die Dosierung. Ist ein schmaler Grat.

Och, auf Obersalzberg arbeitet es sich bestimmt ganz entspannt.

Also meine macht mir Spaß, weil Geld und Investitionen mich interessieren und ich Leuten (insb. Studenten und jungen Berlinern, welche meine Altersgruppe sind) helfen kann, ihre Finanzen anständig zu planen. Ich finde arbeiten gut, und fühle mich ohne Arbeit auch irgendwie nutzlos.

Wer rastet, rostet.

Nichtstun ermüdet auch. Es lähmt gewissermaßen. Klar, es gibt hunderte Dinge die man tun könnte, aber oft genug erwischt man sich dabei wie man nur Zeit totschlägt, anstatt sie sinnvoll zu füllen.

Soße : Habe mir nach dem Studium eine sechsmonatige Auszeit gegönnt. Leider ohne genügend Geld auf der hohen Kante um zu verreisen.

Nein.

"Jobs" finde ich grundsätzlich scheiße. Man tauscht unersetzliche Lebenszeit gegen ein bisschen Lohn und hat dabei wenig bis gar keine Selbstbestimmung. Und man muss sein ganzes Restleben um den Job herum planen. Traurig!

Bist du bei MLP oder Konsorten?

Stephan Grigat

relevant?